Eingetrocknete  Druckerpatrone und die besten Maßnahmen dagegen

Drucker sind eine tolle Erfindung – sie sind nützlich und heute aus unserem (Arbeits-)Alltag kam noch weg zu denken. Wie sonst sollte es uns schließlich möglich sein, wichtige Unterlagen und Dokumente auszudrucken und sie so stes griffbereit und  zur Hand   zu haben?

In den letzten Jahre haben sich nicht nur die Computer, sondern auch die Drucker erheblich weiterentwickelt (man denke etwa nur an die  bahnbrechende  Entwicklung des  Tintenstrahldruckers ) mit der Folge, dass das Drucken schneller erledigt werden kann und das Ergebnis sehr viel besser und qualitativ hochwertiger ist, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Auch wenn sich die Entwicklung deutlich verbessert hat, treten auch bei der neuen  Drucker Generation  immer wieder Probleme auf. Diese können schnell auf die Nerven gehen, viel Zeit (und manchmal auch Geld) kosten und vor allem den ( durchgetakteten ) Arbeitsablauf ganz erheblich beeinträchtigen (…und die dafür sorgen, dass wir Drucker plötzlich gar nicht mehr  so toll  finden und uns die Technik – zumindest zeitweise – auch überhaupt nicht mehr  begeistert …).

Die eingetrocknete Tintenpatrone als Schrecken aller Angestellten

So kann es beispielsweise vorkommen, dass der in der Druckerpatrone (eines Tintenstrahldruckers) befindliche Toner ganz einfach  eingetrocknet  ist.

Und dieser Fall – gepaart mit dem Anblick von weißem, unbedruckten oder nur sehr spärlich bedrucktem Papier, das dann aus dem Drucker kommt – kann durchaus auch dann eintreten, wenn Sie die Druckerpatrone erst vor wenigen Wochen gekauft haben und diese eigentlich noch  gut gefüllt  und vor allem funktionstüchtig sein müsste.

WARUM ist das so?

Meistens liegt das daran, dass der Drucker über einen gewissen Zeitraum (der ganz offensichtlich auch gar nicht so groß sein muss) hinweg gar nicht benutzt worden ist. Dies hat dann bisweilen zur Folge, dass der sogenannte Druckkopf eingetrocknet ist und so das gewünschte, qualitativ hochwertige Druckergebnis natürlich nicht erzielt werden kann.

Das ist zwar im ersten Moment überaus ärgerlich und kommt übrigens besonders häufig bei Tintenstrahldruckern vor , aber schon bald wird man feststellen, dass dieses Problem zumeist auch relativ schnell und einfach gelöst werden kann. Wie? Genau das soll im Folgenden ausführlich erläuter werden

Erste Hilfe  und Tipps, Tipps, Tipps…

Da steht man also nun zunächst einmal ratlos vor dem Drucker – es sei denn, man ist ein echter Experte (aber davon gehen wir jetzt einfach ‘mal nicht aus) und fragt sich, was zu tun ist. Denn schließlich ist  Wegwerfen und neu kaufen  zu diesem Zeitpunkt (noch) keine Option

  1. Automatische Reinigung durch den Drucker

Diese Funktion gilt für die meisten Tintenstrahldrucker, bei denen eine derartige Druckersoftware oft im Lieferumfang enthalten ist.

Und wie geht das? ,werden Sie sich jetzt bestimmt fragen. Ganz einfach: Öffnen Sie zunächst das (auf Ihrem PC installierte) Programm und begeben Sie sich auf die Suche nach Stichwörtern wie  Düsenreinigung  oder  Druckkopfreinigung . Dort sollten Sie dann alle benötigten Informationen vorfinden und Ihr Drucker sollte – nach erfolgreicher Durchführung aller erforderlichen Schritte – auch schon bald wieder  voll einsatzbereit  sein.

Drucker ohne automatischer Reinigung

Wenn Sie allerdings einen Drucker ohne speziell darauf abgestimmte Software Ihr Eigen nennen, müssen Sie natürlich ein anderes Vorgehen wählen. Dann sollten Sie zu diesem Zwecke die Systemsteuerung ihres Computers nutzen. Sie werden eine Liste aller installierten Geräte vorfinden – darunter eben auch Ihren Drucker. Bitte öffnen Sie dann zunächst den Menüpunkt  Wartung . Dann haben Sie in aller Regel die Wahl zwischen einer  normalen  und einer sogenannten  Intensivreinigung.

In diesem Zusammenhang soll ein Hinweis noch ganz besonders hervorgehoben werden: bevor Sie sich zu einer manuellen Reinigung entschließen, sollten Sie sicher sein alle Möglichkeiten, die Ihnen die automatischen Reinigungsprogramme bieten, komplett ausgeschöpft zu haben

Auch wenn Sie bereits nach einem solchen Reinigungsvorgang festellen, dass sich die Qualität der Ausdrucke sich schon erheblich verbessert hat, sollte Sie dennoch in Erwägung ziehen, bestimmte  Reinigungs-Schritte  noch einmal zu wiederholen. ABER: zu bedenken ist in diesem Kontext, dass bei einem jeden Vorgang dieser Art sehr viel Tinte verbraucht wird. Sie sollten also vorher sicher stellen, dass in der Druckerpatrone noch eine ausreichende Menge des Toners vorhanden ist . Denn ansonsten könnte der äußerste ungünstige Fall eintreten, dass Ihr Drucker zwar-prinzipiell- wieder  einsatzbereit  wäre, Sie aber dennoch Ihre Unterlagen nicht ausdrucken können…eben weil keine Tinte mehr vorhanden ist.

Sollten – wider Erwarten – alle automatischen Reinigungsversuche ohne Erfolg geblieben sein, dann bieten sich Ihnen noch weitere Optionen, die im Folgenden näher erläutert werden.

2) Die manuelle Reinigung des Druckers

Die Reinigung erfolgt idealerweise mit einem Tuch oder aber auch mit einem etwas  zielgenauer  einsetzbaren Wattestäbchen o.ä.. Dafür nehmen Sie bitte zunächst die Patrone aus dem Drucker heraus und reinigen Sie dann sehr vorsichtig die Unterseite der Patrone, an der sich die Düsen befinden. Beachten Sie dabei bitte Folgendes: das von Ihnen verwendete Tuch sollte in jedem Fall  fusselfrei  sein und nur leicht angefeuchtet werden (Letzteres gilt natürlich auch, wenn ein Wattestäbchen zum Einsatz komm). Bitte verwenden Sie warmes Wasser ohne jegliche Zugabe von Reinigungsmitteln.

Wenn Sie mit der Reinigung fertig sind, bauen Sie die Druckerpatrone bitte wieder ordnungsgemäß ein und starten Sie einen  Test-Durchlauf – an dessen Ende hoffentlich ein perfekter Ausdruck steht.

Und was, wenn dies nicht der Fall ist?

Dann müssen Sie tatsächlich ganz  andere Seiten aufziehen  und sich weiterer Hilsmittel bedienen. Das Stichwort (und hoffentlich auch  Zauberwort ) lautet hier:  Reinigungsalkohol . Dieser ist bekanntlich vielseitig einsetzbar und in der Apotheke erhältlich. Nun ist es allerdings extrem wichtig, sich an eine exakt vorgegebene Vorgensweise und Reihenfolge zu halten: zunächst tränken Sie bitte ein ( handelsübliches ) Küchentuch so darin, dass es sich vollständig mit der Flüssigkeit vollsaugen kann. Ist das geschehen, legen Sie das Tuch bitte in eine flache Schüssel . Dann – und das ist jetzt der wichtige Teil – stellen Sie die (zuvor dem Drucker entnommene) Patrone auf das getränkte Küchentuch und zwar so, dass sich die Düsen in direktem Kontakt mit diesem befinden (nur so kann der Reinigungsalkohol schließlich die gewünschte Wirkung an der richtigen Stelle entfalten).

Empfehlenswert ist es, die Druckerpatrone über Nacht in dieser  Position  zu belassen (dieser Zeitraum sollte in jedem Fall ausreichend sein). Am nächsten Morgen setzen Sie dann die Patrone bitte wieder ein und führen Sie (den bekannten Anweisungen folgend) erneut eine automatische Drüsenreingung durch. Im Anschluss daran werden Sie hoffentlich einen perfekten Ausdruck in den Händen halten – gerade so, als hättes es nie ein Problem mit dem Drucker gegeben.

Falls das Ergebnis noch immer nicht zufrieden stellend ist? Hier gibt es dann trotzdem noch weitere Möglichkeiten, die wir jetzt dann vorstellen möchten:

3) ein Warmes Wasserbad….

Die Anwendung ist ganz leicht und sogar in zwei Varianten möglich

  1. Variante: Dafür müssen Sie die Druckerpatrone zunächst in eine wasserdichte Plastiktüte – besonders gut geeignet sind etwa Frischhaltebeutel, die entsprechend sicher verschlossen werden können – stecken. Lassen Sie dann ca. 60 Grad warmes Wasser in ein Waschbecken – oder die (Küchen-)Spüle – ein , sodass ein Wasserbad entsteht. In dieses legen Sie dann bitte vorsichtig die zuvor sorgfältig verpackte Patrone hinein – und zwar so, dass sie komplett mit Wasser bedeckt ist. Nach etwa 5 Minuten können Sie die Patrone herausnehmen und einen Testdruck starten.

Falls der Testdruck nicht ideal ist, empfehlen wir Ihnen Variante 2:

  1. Variante: was unterscheidet diese denn eigentlich von der Variante 1 ? Einige nicht zu unterschätzende Details – z.B. sollten Sie dieses Mal bitte das warme Wasser in eine flache Schüssel füllen und die Druckerpatrone mit der Unterseite – denn hier befinden sich ja bekanntlich die Düsen, die es zu reinigen gilt, direkt hinein stellen. Ein weiterer Unterschied – zugleich auch ein (zumindest kleiner) Vorteil – ist in der kürzeren Einwirk-Zeit  zu sehen: bei der Variante 2 kann man nämlich die Patrone bereits nach nur ca. 30 Sekunden aus dem Wasserbad befreien und nachsehen, ob sich die eingetrocknete Farbe schon gelöst hat bzw. vom Druckkopf lösen lässt. Bevor Sie die Druckerpatrone wieder installieren, trocknen Sie diese bitte wiederum mit einem sauberen,  fusselfreien  Tauch gründlich ab. Und jetzt steht erneut ein Drucktest an.

Weitere Möglichkeite, falls die bisherigen Varianten nicht funktioniert haben:

War bisher keiner Ihrer Versuche  von Erfolg gekrönt ? Konnte Ihnen keiner der Tipps helfen, sind die Ausdrucke nach wie vor alles andere als zufrieden stellend? Dann scheint es sich bei Ihrer Druckerpatrone tatsächlich um einen besonders  hartnäckigen  Fall zu handeln.

Was jetzt vielleicht noch helfen könnte, erfordert schon ein gewisses Maß an  Know How -und lässt sich zusammen fassen unter der Überschrift:

Profi-Tricks  für technisch-versierte Computer-Besitzer:

1) Stichwort: Ultraschall- Bad. Was genau ist das, welche Utensilien benötigen Sie dafür und wann bzw. für wen erscheint diese Prozedur als lohnenswert? sind die Fragen, die man sich vor Beginn dieses weiteren  Versuchs  in jedem Fall stellen sollte. Denn schließlich verspricht diese Methode zwar einerseits allerhöchste Effektivität, hat aber andererseits auch ihren (und nicht zu geringen) Preis: die dafür benötigten Ultraschall-Reiniger (im Elektronik-Fachhandel erhältlich ) kosten nämlich ca. 30 Euro. Da sollte man schon ganz genau überlegen, ob sich diese Anschaffung lohnt – vielleicht bei einer sehr teuren Druckerpatrone ? Spätestens hier würden wir auf eine neue Patrone aus unserem Hause setzen.

2) Die Zinnabsaug-Pumpe als letztes Hilfsmittel

Haben Sie davon schon einmal gehört und wissen Sie ebenfalls, dass dieses tolle Produkt auch unter der Beteichnung Entlöt-Pumpe bekannt ist ? Dann gehört Ihnen tatsächlich der  Experten-Status  verliehen und Sie können auch noch diesen Versuch wagen, um die -offensichtlich ganz besonders hartnäckige – Verstopfung  der Düsen zu lösen. Der Vorteil (ggü. dem Ultraschall-Bad) : diese  Gerätschaft  ist bereits für einen  kleinen Preis (wenige Euro) im Fachhandel zu erstehen.

Wenn Sie auch damit nicht erfolgreich waren, müssen Sie sich jetzt doch – wohl oder übel – der  traurigen Gewissheit  stellen: die Druckerpatrone ist nicht mehr  zu retten  und muss entsorgt werden- Leider bleibt  Ihnen dann nichts anderes mehr übrig, als sich eine neue Patrone zu kaufen (die dann hoffentlich länger  halten  wird).

Dabei sollten Sie bedenken – vor allem wenn Sie zu den  Schnäppchenjägern  oder  Sparfüchsen  unter uns gehören,dass im Fachhandel – zusätzlich zu den (zumeist ziemlich kostspieligen) Original-Patronen auch kompatible Druckerpatronen von sogenannten Fremdherstellern angeboten werden. Diese sind durchaus qualitativ hochwertig und überzeugen insbesondere durch einen erheblich geringeren Preis  Da gilt der Spruch  „Vergleichen lohnt sich“  auf alle Fälle. Die beste Varianten finden Sie jedoch immer noch bei uns zum kleinen Preis. Schauen Sie sich einfach in unserem Shop um.

Vorbeugen statt reparieren, dass Ihnen die Patrone nicht wieder eintrocknet

Damit Sie beim nächsten Mal länger Freude an ihrer Druckerpatrone haben, gilt auch hier – wie so oft im Leben –  Vorbeugen statt Reparieren (bzw. Wegwerfen) .

Und aus diesem Grund möchte wir Ihnen noch einige – hoffentliche nützliche und hilfreiche – Tipps mit  auf den Weg geben. Vieles werden Sie vielleicht schon wissen, aber Einiges dürfte bestimmt auch für Sie noch neu sein

Nr.1: Generell gilt: lassen Sie den Drucker nach Benutzung bitte immer in die sog.  Ruhe-Stellung fahren. Dafür ist es notwendig, dass Sie ihn direkt am Gerät ausschalten (anstatt ledidglich den Netztstecker zu ziehen). Dieses Vorgehen trägt dazu bei, die Patrone vor dem Austrocknen zu schützen

Nr.2: Wichtig für alle, die ihre Drucker nicht so häufig benutzen: Sie sollten ca. alle 2 – 3 Wochen einmal eine Testseite ausdrucken, um die Düsen zu aktivieren  und so einem vorzeitigen Austrocknen der Toner-Flüssigkeit entgegen zu wirken.

Nr.3: Wichtig bei längerer Abwesenheit vom heimischen Arbeitsplatz (so dass es nicht möglich wäre, Tipp Nr. 2 zu befolgen  ): Entnehmen Sie die Patrone dem Drucker, wickeln Sie sie in etwas Frischhaltefolie ein und lagern Sie dieses Paket  an einem geschützten, kühlen Ort. Bei Ihrer Rückkehr werden Sie dann eine – im wahrsten Sinne des Wortes – frische Druckerpatrone vorfinden und können sofort  loslegen.

 (Nr.3 a: Für alle die, die keine Frischhaltefolie im Haus haben: alternativ können Sie auch ganz einfach die Düsen vorsichtig mit etwas Klebeband  abdichten. Und auch dann gilt:  ab  mit der Druckerpatrone an einen kühlen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung )

Nr.4: Für alle  Ordnungs-Fans: es gibt – zumindest für einige Fabrikate – auch sogar spezielle Aufbewahrungsboxen für Druckerpatronen. Damit dürfte nun wirklich nichts mehr schief gehen, oder?

Wir wünschen Ihnen allzeit  gutes Drucken  und die besten Ergebnisse, die man sich vorstellen kann. Sollten Sie neue, preiswerte Druckerpatronen suchen, stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.