Das Kerngeschäft reicht heute nicht mehr – Aktuelles aus der Drucker-Branche

Es wird nicht einfacher für große Technik Konzerne, ihre Marktanteile zu halten, denn ihre Größe allein reicht als Wettbewerbsvorteil nicht mehr aus. Zunehmend verlagert sich der Wettkampf in den Bereich des Marketing.

Wer auf dem hart umkämpften Markt für Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte bestehen will, muss mehr tun als nur gute Produkte zu entwickeln. Trotz stetiger Weiterentwicklung von bestehenden Technologien müssen die Hersteller um ihr bestehen stetig kämpfen. Doch zuletzt konnten sie sich durch Innovationen einen Aufschwung verschaffen:

 

  • Durch neue sehr sparsame Tintendrucker sind diese gegenüber Laserdruckern Konkurrenzfähig und werden wieder stärker nachgefragt.
  • Neue Verbindungsmöglichkeiten z.B. über WLAN oder Bluetooth ermöglichen ein Ende des Kabelsalats. 
  • Gesunkene Herstellungskosten tragen zu einem höheren Gewinn bei. 

 

Hierdurch konnten sie ihren Absatz im dritten Quartal 2014 auf rund 27,5 Millionen Geräte steigern.

Doch wie gesagt Innovationen allein reichen nicht aus um zu Überleben. Vielmehr ist in den letzten Jahren öffentliches Engagement gefragt. So unterstützt Beispielsweise der Hersteller Canon die engagierten Teilnehmer der Berlinale 2015. Durch sein Engagement bringt der Kamera Produzent seine Produkte direkt an einen wichtigen Bestandteil seines Kundenstamms, nämlich Filmproduzenten. Canon überzeugt auch an anderer Stelle. Die Japaner wollen demnächst eine Systemkamera mit 24,2 Megapixel auf den Europäischen Markt bringen. Dadurch sind sie auch in diesem Bereich ihres Unternehmens gut aufgestellt.

Nicht nur Canon setzt auf Sponsoring um das eigne Image Aufzupolieren

Auch ihr Konkurrent Epson setzt auf eine Partnerschaft in der Formel 1. Ab Beginn der Saison 2015 kooperiert Epson mit dem Rennteam von Mercedes. Dies bietet dem Hersteller von Druckern, Projektoren und Scannern folgende Vorteile:

  • Da das Logo von Epson auf Rennwagen, Helmen und Rennanzügen von Mercedes zu sehen ist, paart Epson den exzellenten Ruf von Mercedes mit ihrer eigenen Marke.
  • Die Formel 1 findet vor allem in den Ländern statt in denen Epson einen Großteil seines Umsatzes generiert. 
  • Genauso, wie Epson nur durch stetige Innovation und Steigerung ihrer Performance bestehen kann, ist es auch in der Formel 1. Diese Tatsache trägt wiederrum zum Image bei.

 

HP setzt auf einen Mix aus Marketing und Produktversorgung

Der Konzern HP mit ihren 302.000 Mitarbeitern (stand 31. Oktober2014)  setzt auf ein ähnliches Konzept wie Epson. Doch anstatt nur ihr Logo auf die Ausrüstung von ihrem Partner dem Sauber-Rennstall drucken zu lassen, beliefern sie ihn gleich mit High-Tech Komponenten. Diese bestehen aus einem Supercomputer der helfen soll die Aerodynamik der Fahrzeuge des Schweizer Formel 1 Teams auf ein Top-Niveau zu bringen. Somit sind sie gegenüber ihren Mitstreitern einen Schritt voraus und HP profitiert auch hier wieder von einer positiven Marketing Botschaft.

Fazit:

Es genügt inzwischen nicht mehr Top Produkte einfach nur herzustellen. Nein, inzwischen muss auch das Marketing und die Botschaft die eine Marke vermitteln soll wohlüberlegt sein. Dabei nutzen große Konzerne inzwischen Synergie Effekte, in dem sie passend zu ihrem Geschäftsfeld populäre Veranstaltungen sponsern. Eine Partnerschaft die für beide Seiten nur Vorteile hat.

Quelle: Statista (Premium Account)